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„Fallsucht“ – Wenn das Gehirn nicht richtig funktioniert: Internationale Epilepsietagung in Steyr klärt auf

Rund 82.000 ÖsterreicherInnen, also ein Prozent der Bevölkerung, leiden an Epilepsie. Damit ist die Krankheit, die übersetzt „Fallsucht“ bedeutet,  etwa so  häufig wie die Zuckerkrankheit. Nach wie vor ist die Epilepsie zu Unrecht mit Vorurteilen behaftet, die die soziale Integration Epilepsiekranker erschweren. Um über diesen Aspekt der Krankheit sowie Therapiemöglichkeiten zu informieren, veranstaltet die Neurologische Abteilung des Landes-Krankenhauses Steyr die  Jahrestagung 2004 der österreichischen Sektion der internationalen Liga gegen Epilepsie vom 15. bis 16. Oktober im Wirtschaftsförderungsinstitut in Steyr. Unter den Teilnehmern sind Neurologen und Psychiater, Kinderfachärzte, Ärzte für Allgemeinmedizin, Psychologen und Pädagogen aus ganz Österreich.
Namhafte internationale und österreichische Referenten behandeln bei der Epilepsietagung 2004 in Steyr das Thema Epilepsie, Ursachen und Art von Nebenwirkungen der medikamentösen Therapie. Professor Frank Gilliam, Columbus University New York, stellt den von ihm entwickelten Fragenbogen zur Erfassung medikamentöser Nebenwirkungen vor. Neben dem Therapieaspekt wird auch das Thema „Epilepsie und soziale Fragen“ behandelt. Unter anderem wird das Ergebnis einer Umfrage zur Einstellung der österreichischen Bevölkerung zum Thema Epilepsie präsentiert. Weitere Themen sind psychiatrische Begleiterkrankungen und Auswirkungen  verschiedener Behandlungsmöglichkeiten auf die Lebensqualität der Patienten.