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Zentrum für Innere Medizin und Psychosomatik Enns

Mammographie

Gerät zur Durchführung einer MammografieGerät: Senograf DMR, Spitzengerät der Fa. General Electrics, mit Punktionseinrichtung. Bj. 1996

 


Darstellung der Brust (Mammografie)
Abb.: Mammografie: mehrere rundliche weiße Herde („Verschattungen“). Es können Tumore oder harmlose Zysten so aussehen (siehe Ultraschallbilder weiter unten)


Was ist eine Mammografie?

Eine Mammografie ist eine Untersuchung der Brust mit Hilfe von speziell abgestimmten Röntgenstrahlen. Die Bedeutung der Mammografie liegt darin, dass Veränderungen im Gewebe sichtbar werden, lange bevor Patient oder Arzt dies spüren bzw. tasten können. Verdichtungen, Strukturveränderungen oder Verkalkungen können Zeichen eines Karzinoms sein.

Es wird empfohlen, dass beschwerdefreie Frauen ab dem Alter von 40 Jahren einmal jährlich ein Mammogramm erhalten sollen.
Ein tastbarer Knoten, eine Hautrötung, Jucken oder eine Flüssigkeitsabsonderung sollten sofort Anlass für eine Mammografie sein.

Wie lange dauert eine Mammografie?

Die Röntgenuntersuchung dauert etwa 15 Minuten. Der Arzt begutachtet die Bilder sofort und wird oft eine zusätzliche Ultraschalluntersuchung anschließen. Rechnen sie daher mit einer gesamten Untersuchungszeit von einer Stunde.

Vorbereitung, Untersuchungsablauf?

Am Tage der Untersuchung bitte kein Deodorant, Puder oder Lotionen für Brust oder Achseln verwenden. Diese Kosmetika können am Röntgenbild störende Flecken verursachen.

Die Patientin macht den Oberkörper frei, Schmuck muss abgenommen werden. Es werden von jeder Brust mindestens zwei Aufnahmen angefertigt. Dazu wird die Brust auf eine Filmkassette gelagert und mit einer Kunststoffplatte komprimiert. Dies ist wichtig, denn je besser komprimiert wird umso besser werden die Bilder und umso geringer ist die notwendige Strahlendosis.

Vor der Regelblutung ist die Brust besonders empfindlich, daher sollte die Untersuchung nach der Regelblutung (etwa zwischen dem 4. und 11. Tag) erfolgen.

Bitte nehmen sie frühere Mammografiebilder zur Untersuchung mit, das erleichtert die Beurteilung der neuen Bilder wesentlich.

Wie sicher ist eine Mammografie?

Die Kompression ist unbedenklich.
Die Strahlenbelastung liegt bei 0,1 bis 0,2 Millirad pro Bild, größere Brüste werden eine höhere Dosis benötigen. Obwohl jede Strahlendosis krankmachend sein kann, überwiegt der nachweisbare Nutzen der Untersuchung den möglichen Schaden im Verhältnis 100:1. Eine Mammografie entspricht der Strahlendosis, die man bei einem Transatlantikflug erhält. Ein Jahr Fernsehen belastet mit etwa 3 Millirad.


Andere Methoden der Brustdiagnostik?

Ultraschall

Hochfrequente Ultraschallwellen bilden ebenfalls das Brustgewebe ab. Sie können gut zwischen harmlosen Zysten und soliden Tumoren unterscheiden. Manchmal zeigen sie im dichten Drüsengewebe Veränderungen, die der Röntgenuntersuchung entgehen. Ultraschall kann aber keine Mikroverkalkungen darstellen, die ein wichtiger Hinweis für Krebs sind und daher ist Ultraschall eine Ergänzung der Mammografie und kein Ersatz.

Darstellung der Brust (Ultraschall)
Abb.: Ultraschall der Brust: der schwarze Fleck entspricht einer harmlosen Zyste


Biopsie

Ein Biopsie wird dann empfohlen, wenn im Mammogramm eine Veränderung gefunden wird, die weder eindeutig gut- oder bösartig ist. Dabei wird eine Nadel mit Hilfe von Ultraschall oder Röntgenbild an die entsprechende Stelle geführt und es werden mehrere Proben entnommen.

Magnetresonanztomografie

Sie ist als ergänzunde Untersuchung geeignet für Patienten mit besonders dichten Brüsten, für Patientinnen mit Brusimplantaten sowie für Brüste nach Operationen, wenn die Unterscheidung zwischen Narbengewebe und Tumor schwierig ist.

Digitale Mammografie

Entspricht der Filmmammografie, bietet Vorteile bei der Belichtung und damit der Beurteilung der Bilder. Die optische Auflösung ist dafür etwas geringer.