Gesundheit mit System

Servicemenü:
LKHLogo LKH Steyr

 

Zentrum für Innere Medizin und Psychosomatik Enns

Röntgenaufnahmen

Geräte: Universalaufnahmeplatz der Fa. Siemens

 

Was ist eine Röntgenaufnahme?

Röntgenaufnahmen gehören zu den Basisuntersuchungen in der Medizin und sind seit über 100 Jahren ein wesentlicher Bestandteil jeder Diagnostik. Entweder als alleinige Untersuchung oder in Verbindung mit anderen Methoden (z.B. Ultraschall) sind Röntgenbilder eine einfache und kostengünstige Art, das Innere des Körpers sichtbar zu machen.

Darstellung Lungenröntgen
Abb: normales Lungenröntgen

Der deutsche Physiker Wilhelm Conrad Röntgen entdeckte die "X-Strahlen" 1895.

Röntgenstrahlen haben die Eigenschaft, Stoffe zu durchdringen, durch welche Licht nicht hindurchkommt. Die Bilder, die man mit ihrer Hilfe anfertigt, zeigen die Strukturen des Körpers in unterschiedlichen Grautönen. Solche Gewebe, die Röntgenstrahlen schlecht absorbieren, erscheinen dunkel (etwa Fett), jene, die die Strahlen aufhalten (absorbieren), erscheinen hell (z.B. Knochen). Durch die Gabe von Kontrastmitteln werden die Absorbtionseigenschaften z.B. von Blut oder des Darmes verändert.

Röntgenbilder können den Körper von Kopf bis Fuß abbilden, Knochenbrüche oder entzündliche Gelenksveränderungen aufzeigen. Man kann die Nieren und Harnwege darstellen oder auch die Durchblutung von inneren Organen oder Beinen studieren.

Wie lange dauert eine Untersuchung?

Das ist sehr unterschiedlich. Aufnahmen der Lunge oder von Knochen dauern etwa 5 Minuten. Untersuchungen der Blutgefäße zwischen einer halben und mehr als einer Stunde.


Vorbereitung, Durchführung?

Die meisten Untersuchungen benötigen keine Vorbereitung. Es müssen lediglich Kleidungsstücke oder Schmuckstücke, die den Röntgenstrahl beeinträchtigen, entfernt werden.

Bei den Aufnahmen muss man bewegungslos bleiben (wenige Sekunden) bzw. die Luft anhalten. Für einige Untersuchungen (etwa Magen) muss man nüchtern erscheinen oder eine spezielle vorbereitende Diät einhalten (etwa Darm).

Sicherheit?

Röntgenstrahlen sind unsichtbar und verursachen keine Schmerzen. Sie sind - wie allgemein bekannt - aber schädlich, besonders in größeren Mengen. Weitgehend unbekannt ist, dass die Menschen einer ständigen, natürlichen Strahlung ausgesetzt sind und zwar Erdstrahlung (Radon) und kosmische Strahlung. Dazu kommen Strahlung aus der Nahrung, Kernenergie und dem Unfall in Tschernobyl.

Typische Werte für Oberösterreich sind (bezogen auf die Gesamtbevölkerung):

   mSv/a Prozent  
Radon
Terrestrische Baustoffe
Nahrung
Kosmisch
Medizin
Kernenergie, Tschrnobyl
3,4
0,5
0,3
0,3
1,3
0,05
58
9
5
5
22
1


Im Einzelfall kann die medizinische Strahlendosis beachtliche Werte erreichen - es ist sorgfältig abzuwägen, ob die Information aus der Untersuchung das (kleine) Strahlenrisiko rechtfertigt (siehe auch Mammografie).

Schwangere Frauen sollen sich besonders in den ersten 3 Schwangerschaftsmonaten nur im Notfall einer Röntgenuntersuchung unterziehen.