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Ultraschallgezielte Regionalanästhesie – Ohne Nebenwirkungen beste Ergebnisse erzielen

Das Landes-Krankenhaus Steyr setzt bei Operationen an Armen und Beinen neuerdings die ultraschallgezielte Regionalanästhesie ein. Diese Methode bringt viele Vorteile für die PatientInnen, da oftmals keine Vollnarkose notwendig ist. Zudem ist eine optimierte Schmerztherapie möglich, weil das Lokalanästhetikum gezielt an die betroffenen Nervenbahnen injiziert werden kann. Besonders PatientInnen mit Lungen- oder Herzleiden profitieren von dieser neuen Art der Betäubung, bei der ÖsterreicherInnen eine führende Rolle in der Entwicklung gespielt haben.

Die ultraschallgezielte Regionalanästhesie ermöglicht den AnästhesistInnen eine genaue Lokalisation von Nerven und benachbarten Strukturen, wie Muskeln, Sehnen oder Bindegewebe. Möglich wird dies durch das Sichtbarmachen der Nerven mittels Ultraschall auf einem Bildschirm. „Mit dieser Methode können wir den besten Zugangsweg sehen, um die Nerven zu betäuben. Dadurch kann das Lokalanästhetikum gezielt in der Nähe der Nerven gespritzt werden, ohne diesen zu schaden“, erklärt Prim. Univ.-Prof. Dr. Achim von Goedecke, Leiter des Institutes für Anästhesiologie und Intensivmedizin am LKH Steyr.

Die PatientInnen, die an den Armen oder Beinen operiert werden müssen, profitieren erheblich von der ultraschallgezielten Regionalanästhesie. „Diese Methode wird alleine oder in Ergänzung der Vollnarkose angewendet und soll die Schmerzfreiheit des Patienten beziehungsweise der Patientin während und nach der Operation garantieren“, sagt Prof. von Goedecke, „dadurch können auch ältere oder kranke Menschen mit vermindertem Risiko operiert werden.“ Oberarzt Dr. Marcus Neumüller, der sich schwerpunktmäßig mit der innovativen Methode beschäftigt, hat beobachtet, dass „die Patientinnen und Patienten schmerzfreier und schneller wieder fit sind, so dass sie unmittelbar nach der Operation wieder auf ihr Zimmer verlegt werden können“. Ultraschallgezielte Regionalanästhesie ist ein sehr sicheres Verfahren mit geringen Nebenwirkungen. Es kommt weder zu Übelkeit oder Erbrechen und bleibende Nervenschäden sind so gut wie ausgeschlossen. Daher eignet sich die Methode für den Einsatz bei tagesklinischen Patienten, die am Abend nach der Operation das Krankenhaus wieder verlassen können. Aus all diesen Gründen ist die PatientInnenzufriedenheit mit der ultraschallgezielten Regionalanästhesie sehr hoch.

Bei größeren Operationen wird die ultraschallgezielte Regionalanästhesie auch mit einer Vollnarkose kombiniert. „Dadurch verringert sich die Dosis der Medikamente für die Vollnarkose deutlich. Außerdem steht eine gute Schmerztherapie für den postoperativen Verlauf zur Verfügung“, erklärt OA. Neumüller.