LKH Steyr eröffnet „Sehschule“ – Umfassende Betreuung von schielenden PatientInnen
Seit 1. September gibt es am Landes-Krankenhaus Steyr eine Ambulanz für Orthoptik und Pleoptik (Sehschule). Die Abteilung für Augenheilkunde und Optometrie erweitert damit ihr Angebot auch für die umfassende Betreuung schielender PatientInnen. Untersuchungen werden montags, mittwochs und donnerstags von 8 bis 12 Uhr durchgeführt. Hauptaufgabengebiet der neuen Ambulanz ist die PatientInnenversorgung vor und nach einer Operation.
Infolge der räumlichen Erweiterung der Abteilung für Augenheilkunde und Optometrie wurde auch Platz für die neue Ambulanz geschaffen. „Durch die Aufstockung unseres medizinischen Teams sowie den Ausbau des medizinisch-technischen Equipments können wir unser Leistungsangebot noch breiter fächern“, sagt Prim. Dr. Felix Buder, Leiter der Abteilung für Augenheilkunde und Optometrie am LKH Steyr. „Die Ambulanz für Orthoptik und Pleoptik ermöglicht die umfassende konservative und operative Versorgung von Schiel-Patientinnen und –Patienten.“
Das Fach Orthoptik befasst sich mit der Vorbeugung, Diagnostik und Therapie von angeborenen Sehproblemen an beiden Augen wie etwa Schielen, Sehschwächen oder auch Augenzittern. Vordringlichstes Ziel ist die Behandlung der funktionalen Sehschwäche bei Kindern durch eine rechtzeitige Diagnose. „Reicht hier eine konservative Therapie nicht aus, empfiehlt sich eine operative Korrektur des Schielwinkels“, erklärt Dr. Edith Pichler-Rubenzucker, verantwortliche Oberärztin in der neuen Ambulanz. Augenstellungsfehler bei Erwachsenen werden ebenfalls abgeklärt und therapiert.
In der Pleoptik wird eine Seh-Restschulung forciert. „Durch Früherkennung und neue Therapieformen bei Fehlsichtigkeit ist es möglich geworden, aufwendige Schulungsbehandlungen, also Übungen, weitgehend zu reduzieren.“, sagt OÄ Pichler-Rubenzucker.

Die Neuro-Ophthalmologie, ebenfalls ein Spezialgebiet der neuen Ambulanz, beschäftigt sich mit nervlich bedingten Augenerkrankungen. Darunter fallen unter anderem manche erworbenen Schielformen. „Durch eine ausführliche Untersuchung in enger interdisziplinärer Zusammenarbeit mit der Neurologischen Abteilung wird die Ursache abgeklärt um eine optimale Behandlung zu ermöglichen“, erklärt Prim. Buder.

Die neue Ambulanz für Orthoptik und Pleoptik deckt insbesondere die erforderlichen prä- und postoperativen Maßnahmen sowie die perioperative Betreuung bei allen Arten von Schiel-Operationen, Eingriffe zur Unterbindung von Augenzittern sowie Lidchirurgie ab. Das Team der Ambulanz versteht sich als Ergänzung zu den niedergelassenen FachärztInnenpraxen.