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Bessere Diagnose durch digitale Röntgenbilder

Die klassischen Röntgenbilder, wie sie jeder kennt, gehören der Vergangenheit an. Seit Juli werden die Röntgenaufnahmen der Unfallabteilung des LKH Steyr ausschließlich am Computer verarbeitet.

„Mit der digitalen Bearbeitung der Röntgenbilder steigt die Qualität und Aussagefähigkeit der Röntgenaufnahmen. Die Unfallchirurgen erhalten damit eine bessere Grundlage zur Diagnose von Verletzungen“, betont Prim.  Dr.  Hans Krönigsberger, Leiter der Unfallabteilung des LKH  Steyr.   

   Prim.Dr. Harald Sandmayer
Prim.Dr. Hans Krönigsberger Prim.Dr. Harald Sandmayer

Bei ungünstiger Belichtung war früher häufig eine Wiederholung der Röntgenaufnahmen nötig. Die damit verbundene Strahlenbelastung können sich nun viele Unfallopfer ersparen.

Aber damit nicht genug: „die jetzt eingesetzten Speicherfolien können wiederverwendet werden und die aufwendige Archivierung der Bilder entfällt in Zukunft. Das ist umweltfreundlich und erspart Lagerraum und somit Kosten“, so der Unfallchirurg Prim. Hans Krönigsberger.

Das System zur Bildbearbeitung und -archivierung (PACS) der digitalen Röntgenbilder wurde zwischen 1994 und 1996 am LKH Steyr von Prim. Dr. Harald Sandmayr, Leiter des Institutes für Radiologie, in Zusammenarbeit mit der Firma IBM als Generalunternehmen und der Softwarefirma TIANI entwickelt. Damit diese Technologie nun auch dem Unfallröntgen zur Verfügung steht, wurden vom Steyrer Spital 2,85 Millionen  Schilling (ca. € 207.000,--) investiert. So konnten im Juli dieses Jahres bei ca. 2.200 Patienten fast 3.300 Untersuchungen vorgenommen werden. Profitieren werden somit jährlich an die 25.000 Patienten.

Mit der Erweiterung der digitalen Radiologie auf die Unfallabteilung stehen nun am LKH Steyr zwei digitale Netze zur Verfügung. „Die beiden Netze sind so miteinander verknüpft, dass wir uns im Falle von technischen Defekten oder Wartungsarbeiten gegenseitig unterstützen können – das gesamte System wird damit zuverlässiger“, betont Prim. Dr. Harald Sandmayr.

Ein weiterer Vorteil der neuen Technologie: die Bilder können auf Knopfdruck an andere Landeskrankenhäuser und in absehbarer Zukunft auch an alle anderen Krankenhäuser Oberösterreichs gesendet werden. So können Ärzte besser beurteilen, ob die Verlegung eines Patienten in ein anderes Spital sinnvoll ist. „Bei uns wandern also zuerst die Röntgenbilder und erst wenn notwendig der Patient“, freut sich Prim. Dr. Sandmayr.