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10 Fragen an die Hebamme zum Thema Geburt:
- Wie erkennt man Geburtswehen?
Dauern die Wehen über 1 – 2 Stunden regelmäßig an und verkürzt sich der Wehenabstand (5 – 10 Minuten), sind es meist Geburtswehen. Wenn Sie sich nicht sicher sind, machen Sie den Badewannentest: Nehmen Sie ein Entspannungsbad für etwa 15 – 30 Minuten. Wichtig: Nicht zu heiß baden, nur angenehm warm! Bleiben die Wehen sind es Geburtswehen, hören die Wehen auf, waren es Vorwehen – die Gebärmutter übte! Eine starke Wehe dauert ca. eine Minute lang!
- Wann sollen wir ins Krankenhaus fahren?
- Blasensprung - Regelmäßige Wehen - Starke Blutung (stärker als Regelblutung) - Unwohlsein - Wenn Sie sich während der Wehenarbeit zuhause nicht mehr wohl fühlen, bzw. nicht mehr ohne Hebamme sein wollen!
- Welche Gebärpositionen sind möglich?
- im Liegen – in Seitenlage - halb aufrecht im Bett - im Hocken, z. B. auf dem Gebärhocker - in der Badewanne - im 4 Füßler-Stand oder Knie – Ellenbogenlage immer vorausgesetzt dem Kind geht es, denn dann benötigt man eine intensive Herztonüberwachung des Kindes und diese ist am besten in der Seitenlage.
- Welche natürlichen Hilfen der Schmerzlinderung gibt es?
- Homöopathie - Entspannungsbad - Massagen mit speziellen Ölen – Aromatherapie - Bewegung und Positionen wechseln - Betreuung durch Fachpersonal
- Ist eine Bezugsperson (Partner, Ehemann, Freundin,….) wichtig für den Geburtsverlauf?
Die Anwesenheit einer vertrauten Person ist von Vorteil. Zu häufiger Wechsel der Begleitpersonen bringt große Unruhe ins KRZ und die Intimsphäre ist gestört!
- Wie lange dauert eine Geburt?
Durchschnittlich dauert die Geburt beim ersten Kind ca. 12 Stunden. Die Geburtsdauer vorherzusagen ist nicht möglich, denn diese hängt von mehreren Faktoren ab: - Stärke der Wehen - Häufigkeit der Wehen - Fähigkeit die Wehen anzunehmen und zu verarbeiten.
- Was bedeuten „Ambulante Geburt“ und „vorzeitige Entlassung“?
Ambulante Geburt: Entlassung innerhalb 24 Stunden nach der Geburt! Vorzeitige Entlassung: Entlassung vor dem 4. Lebenstag des Kindes. Bei beiden Modellen ist die Betreuung zuhause durch eine auswärtige Hebamme, diese muss schon in der SS rechtzeitig kondaktiert werden. Eine Liste der freipraktizierenden Hebammen liegt im KRZ auf.
- Wie beeinflusst Bewegung den Geburtsverlauf?
Bewegung kann die Wehentätigkeit fördern. Durch Bewegung bleibt ihr Becken locker, dadurch passt sich der kindliche Kopf an das Becken an und fördert positiv den Geburtsverlauf.
- Wie warm soll das Wasser bei einem Entspannungsbad sein?
Es soll 37 Grad Celsius nicht übersteigen, da bei höheren Temperaturen Kreislaufprobleme auftreten können.
- Wie lange bleibt die Frau nach der Geburt im Kreiszimmer?
Etwa 3 Stunden: - zur Beobachtung nach der Geburt - um den neuen Lebensabschnitt zu begreifen und zu genießen – Bondingphase - erholen Bei einem Kaiserschnitt bleibt die Frau 6 Stunden im Kreisszimmer.
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