Gesundheit mit System

Servicemenü:
LKHLogo LKH Steyr

 

Entspannung – Wellness für die Seele

Entspannung gilt heute gemeinsam mit Ernährung und Bewegung als grundlegend für das Wohlbefinden des Menschen. Die Fähigkeit zur Anspannung und Entspannung ist jedem von uns gegeben, jedoch verschiebt sich bei vielen Menschen das Gleichgewicht zwischen den beiden Polen zu Gunsten der Anspannung.

Entspannung ist aber lernbar und hat eine Reihe positiver Wirkungen. Einerseits ergeben sich Veränderungen im körperlichen Bereich wie etwa eine regelmäßigere Pulsschlagfrequenz, Vertiefung der Atmung, Senkung des Muskeltonus etc. Andererseits wirkt sich Entspannung auch positiv auf die Psyche aus im Erlebnis der inneren Ruhe, der Hinwendung der Aufmerksamkeit nach Innen, des „Abschaltens“.

Der Einstieg in den Entspannungszustand kann grundsätzlich über zwei verschiedene Wege erfolgen. Die Progressive Muskelentspannung nach Jacobson zum Beispiel versucht durch Anspannen und Entspannen unterschiedlicher Muskelgruppen, also durch körperliche Übungen, eine tiefe körperliche und seelische Entspannung zu erreichen. Verschiedene Formen der Selbsthypnose streben das selbe Ziel durch vielfältige Visualisierungsübungen (z.B. Vorstellen eines inneren, sicheren Ortes, Autogenes Training nach Schultz, etc.) an. Es ist gleichgültig, welcher Zugang zur Entspannung gewählt wird, die positiven Auswirkungen auf Körper und Seele sind die selben.

Regelmäßig durchgeführte Entspannungsübungen bewirken auch eine höhere psychische Belastbarkeit: wer sich regelmäßig entspannt, kann besser auf Distress (schädlichen Stress) reagieren. Weiters beobachtet man auch eine Stärkung des Selbstwertgefühls. Das Erleben, die innere Befindlichkeit – ohne Drogen – positiv beeinflussen zu können, gibt Selbstvertrauen, Selbstsicherheit und Autonomie.

Aber Entspannung kann noch mehr! Gezielt eingesetzte Kurzentspannung kann Unterstützung in akuten Stresssituationen z. B. vor Prüfungen, bei Schularbeiten, vor Vorstellungsgesprächen etc. leisten. Sie hilft dabei in der jeweiligen Situation konzentriert und aufmerksam zu sein.
Im Rahmen des Autogenen Trainings können persönliche Leitsätze formuliert werden, die, in einem Entspannungszustand „angedacht“, positive Veränderungen effektiv unterstützen.
In der psychologisch – psychotherapeutischen Behandlung von traumatischen Erlebnissen werden Entspannungsübungen immer wieder zur Stabilisierung und zur Erhöhung der Selbstkontrolle eingesetzt.

Die verschiedenen Entspannungstechniken werden von ausgebildeten PsychologInnen und PsychotherapeutInnen vermittelt und sind in der Regel gut erlernbar.

Die Argumente für mehr Entspannung im Alltag sind überzeugend. Was hindert uns eigentlich daran, uns täglich 15 Minuten Wellness für die Seele zu gönnen?

Ansprechpartner: Dr. Monika Pilz-Eixelberger, Klinische und Gesundheitspsychologin, Psychotherapeutin, LKH - Steyr

Dr. Monika Pilz-Eixelberger