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Geringere Strahlenbelastung bei Mammographie

Durch die neue digitale Mammographie, die im LKH Steyr zur Anwendung kommt, konnte die Strahlenbelastung während der Untersuchung bei gleichbleibender Effizienz um ein Viertel der ursprünglichen Dosis reduziert werden. Frauen mit Brustkrebs sind folglich bei dieser Früherkennungsuntersuchung – durch welche die Chance auf Heilung deutlich steigt – einer erkennbar geringeren Strahlung ausgesetzt.

Um eine qualitativ hochwertige Mammographie zu gewährleisten, ist eine gewisse Strahlendosis unumgänglich. Die Strahlenbelastung konnte jedoch im LKH Steyr durch ein neuartiges Gerät und durch die Verwendung von Speicherfolien soweit heruntergesetzt werden, dass diese bereits geringer ist als jene, die auf den Menschen während eines Fluges von Wien nach Lissabon einwirkt.

Eine von neun Frauen erkrankt im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs. Die Heilung ist abhängig von Größe, Gewebsart und Fortschritt der Erkrankung. Somit gilt: Je früher der Brustkrebs erkannt wird, desto besser ist er behandelbar und die Chance auf Heilung steigt enorm. Weitere Maßnahmen zur Früherkennung sind neben der Mammographie die Tastuntersuchung als Selbstuntersuchung, eine Ultraschalluntersuchung als Ergänzung zur Mammographie und spezielle Fragestellungen betreffend, die Kernspintomographie.

Die Mammographie ist der Ultraschalluntersuchung als Methode der Früherkennung deutlich überlegen, da kleinste Verkalkungsstrukturen und eine somit beginnende Tumorerkrankung nachgewiesen werden kann.

Die erste Zyklushälfte etwa zwischen dem fünften und 15. Zyklustag ist der optimale Zeitpunkt für die Untersuchung der Brust, da während diesem Zeitraum die Brust erheblich weniger druckempfindlich und das Drüsengewebe weniger dicht ist. „Bei dieser schmerzlosen Untersuchung wird die Brust zwischen zwei Platten komprimiert, wobei die Patientin selbst bestimmt, wie weit dies erfolgt. Dadurch kann eine bessere Bildqualität sowie eine daraus resultierende geringere Strahlendosis erreicht werden“, informiert Prim. Dr. Harald Sandmayr, Leiter des Zentralröntgeninstitutes über den Verlauf der Mammographie.

Prim. Dr. Harald Sandmayr

Die Zuweisung zur Mammographie kann durch jeden Arzt erfolgen. Die Basismammographie sollte um das 35. Lebensjahr erfolgen. Regelmäßige Untersuchen in ein bis eineinhalbjährigen Abständen sind ab dem 40. Lebensjahr empfehlenswert.