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Neuer Computertomograf ermöglicht hoch qualitative Bilder in Sekundenschnelle

Ein Computertomograf der neuesten Generation wurde vor wenigen Wochen im Landeskrankenhaus Steyr in Betrieb genommen. Die so genannte 16-Zeilen-Maschine ist nicht nur um ein Vielfaches schneller als das Vorgänger-Gerät, sondern arbeitet auch mit einer geringeren Strahlendosis. Dadurch, dass sich die Untersuchungszeit auf wenige Sekunden reduziert, spielt eine mögliche Bewegungsunruhe des Patienten kaum eine Rolle, wodurch die Bildqualität steigt. Das Landeskrankenhaus Steyr ist neben dem Linzer AKH nun die zweite medizinische Einrichtung in Oberösterreich, die über den modernsten derzeit am Markt befindlichen Computertomografen verfügt.

Bis zu 40 Patienten werden täglich mit dem neuen Spiral-CT untersucht, wobei es für Kinder sogar spezielle Programme mit einer niedrigeren Strahlendosis gibt. Ein besonderer Vorteil des Gerätes liegt in der drastisch reduzierten Untersuchungszeit: Für ein qualitativ hochwertiges und detailliertes Bild seiner Lunge liegt der Betroffene beispielsweise nur wenige Sekunden in der Röhre des Computertomografen. Durch eine Minimierung der Bewegung innerhalb dieses kurzen Zeitraumes steigt auch die Bildqualität.

„Mit Hilfe des neuen 16-Zeiler-CTs ist es sogar möglich, mit ausgezeichneter Qualität dreidimensionale Bilder zu rekonstruieren. Dies ist z. B. für den behandelnden Unfallchirurgen von großer Bedeutung, da er den 3-D-Block drehen und einen etwaigen Bruch somit von allen Seiten betrachten kann. Bei einer anschließenden Operation weiß der Arzt ganz genau, wo er beispielsweise eine Schraube hinplatzieren muss“, erklärt Prim. Dr. Harald Sandmayr, Leiter der Radiologie am LKH Steyr, die Besonderheit des Gerätes.

Prim.Dr. Harald Sandmayr

Der neue Computertomograf wird universell zur Untersuchung aller Körperregionen verwendet. Er eignet sich hervorragend zum Nachweis von Veränderungen in den Bereichen des Kopfes (wie beispielsweise Blutungen, Gehirntumoren), des Bauch- und Brustraumes und deren Organe (Leber, Nieren, Lungen, ...), des Gefäßsystems sowie der Knochen (vor allem auch Knochenbrüche im Wirbelsäulenbereich). Zur besseren Darstellung der Strukturen ist es vielfach notwendig, ein Kontrastmittel zu spritzen. Bei dem neuartigen Gerät am LKH Steyr wird allerdings nur mehr eine geringere Menge benötigt, was schonender für den Patienten und auch ökonomischer ist.

Der neue Spiral-CT befindet sich rund um die Uhr im Einsatz und ermöglicht somit eine rasche  Diagnose bei Schlaganfällen oder Unfällen. Wie alle anderen Geräte im Schwerpunktkrankenhaus, ist auch der neue Computertomograf in das digitale Netz eingebunden. Dadurch können die Untersuchungsergebnisse von allen PC-Stationen des Hauses abgerufen und bei Bedarf an andere Krankenhäuser versendet werden. Bei der Überstellung eines Patienten in eine andere Klinik können somit Wiederholungsuntersuchungen erspart  werden.

Für den Herbst dieses Jahres haben sich die Radiologen am LKH Steyr einiges vorgenommen: Sie möchten den neuen CT dazu verwenden, auch Herzkranzgefäße bildlich darzustellen. Derzeit kann diese Diagnose nur mit invasiven Verfahren in Spezialkliniken in Linz oder Wels erstellt werden, in wenigen Monaten ist sie auch Teil des Leistungsspektrums am Schwerpunktkrankenhaus Steyr.

„Ich bin mir sicher, dass es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis diese technologisch hoch entwickelten Computertomografen überall Einzug halten und somit Fixbestandteil einer modernen Diagnostik und Therapieplanung werden. Mein besonderer Dank gilt der Öo. Gesundheits- und Spitals-AG, die sich in Absprache mit der Radiologie für den Kauf des modernsten derzeit am Markt befindlichen CTs entschieden hat. Somit können wir am LKH Steyr fortschrittlichste Untersuchungsmethoden auch in Zukunft für unsere Patienten sicherstellen“, ist Prim. Sandmayr überzeugt.